Banner oben
Start
Kontakt
NEUES
BLOG
Papillons Zucht
Welpen
Collies Futter
seite
Fotos
& Co.
 
    ... hier geht es zur Rezepte-Sammlung für Zweibeiner -
glutenfrei, zuckerfrei und low carb geeignetes
 
Die Futterseite für meine Vier-Beiner
kurz erklärt: wir füttern roh.
Heute nennt man das auch B.A.R.F. (geschützter Markenname >>Swanie Simon<<)
 
auch unsere Hundefutterkarriere begann damals mit Trocken- und Naßfutter. Die Medien versprechen ja: alles drin, einfach, bequem und schnell. Schmecken tut's noch obendrein.
Maya war jedoch ein schlechter Fresser. Tagelang rührte sie ihren Napf nicht an. Man schrieb es dem BorderCollie-Anteil ihn ihr zu, Borders sind ja bekannt als schlechte Fresser, weil sie ja nie Zeit dafür haben. So war Maya schließlich auch.
Mit knapp einem Jahr erkrankte sie an einer Bauchspeicheldrüsenentzündung und wäre uns um haaresbreite daran gestorben.
Eine ehem. Hundeplatzfreundin, die selbst einen Briad mit massiven Futtermittelallergien hatte, erzählte mir von der Möglichkeit der Rohfütterung. Bei ihrem Hund hat es schnell geholfen - warum also sollte es bei Maya anders sein?

So bekam ich am Telefon einen Schnellkurs in Rohfutterzubereitung, eilte zum Einkaufen und los ging es am selben Tag.

Keine 10 Tage hat es gedauert und mein Hund frass mit Genuß. Wir hatten keine mißachteten, vollen Näpfe mehr. Jeden Tag war das Futter leer und Maya ging es von Tag zu Tag besser. Die körperlichen Probleme waren bald pasé.

Wen wundert es, dass wir bei dieser Fütterungsart bis heute geblieben sind?
B.A.R.F.en ist ja heute voll im Trend und inzwischen haben sich auch schon etliche "Gurus" in der Szene etabliert, die streng ihr Fütterungskonzept vertreten. Mit ein Grund, warum ich nicht gerne von BARFen rede, sondern lieber das neutrale Wort "rohfüttern" benutze.
 
Wie sieht unser Futterkonzept aus? Ganz einfach! Unser Futter besteht aus folgenden Anteilen:

2/3 Fleisch
1/3 Getreide und/oder Gemüse/Obst und sonstige Zutaten


die Menge orientiert sich am Gewicht des Hundes (bei den Großen ca. 2% des Körpergewichts, bei den Kleinen etwas mehr, ca. 3-5%) und an der Tagesaktivität. So gibt es einmal mehr, einmal weniger. Immer pi-mal-Daumen, so wichtig finde ich das Abwiegen/Abmessen bei aktiven Hunden nicht.
Fleischsorten, die wir verfüttern:

Rindfleisch, gerne gemixt mit Maul/Kopffleisch, weichen Knochen, alle Innereien, Herz, Hoden, Euter
Wild, gerne auch mit Knochen
Geflügel, mit Knochen - z.B. Hühnerflügel gibt es mindestens 1-2x die Woche, gerne auch Herzen, Leber und Mägen
Schaf/Lamm/Ziege

seltener Fisch, Pferd, Hase/Kaninchen und Exoten wie Strauss, Antilope, usw.

Gerne gefressen werden Blättermagen und Pansen grün (ungewaschen) Milz, Bullenhoden, Euter


Gemüse, das wir füttern:
eigentlich alles quer Beet, was gerade im Kühlschrank oder im Tiefkühler wartet, verwertet zu werden.
 
Gerne mögen die Hunde: Eisberg- und Feldsalat, Zucchini, Gurke, Erbsen, Karotten, Gartenkräuter, Löwenzahn
an Obst verfüttere ich nur saisonabhängiges, das heißt, immer nur dann, wenn es gerade reif ist. Im Frühling Erdbeeren, im Sommer Him- und Brombeeren, Mirabellen usw. Banane und Melone geht immer, im Winter werden gerne Mandarinen, Mangos und Kiwis genommen.

Zusätzliches:
Getreideflocken, gekochte + geschälte Kartoffeln, Maisflocken (ungesüsste Cornflakes), Nudeln, Reis, Hirse, Quinoa, Amaranth, Puffreis, Basis Bio-Müsli ohne Trauben, Haferflocken gibt es immer im Wechsel dazu.

Ab und zu:
Ei, Joghurt oder Hüttenkäse, Kefir, Ziegenmilch ist immer willkommen sowie zum Obst Nüsse und Honig, Kokosraspeln. Native Öle wie Lein-, Kokosfett, Walnuss-, oder Kürbiskernöl.

Bei weniger schmackhaften Mahlzeiten hilft auch mal etwas geriebener Käse, ein Essl. Leberwurst oder etwas Fleischbrühe, um es schmackhaft zu gestalten. Ein wenig Salz ab und an, ist auch nicht verkehrt.

Pülverchen, Algenpräparate und Co. verfüttere ich nicht. Ab und an ein bischen Mineralien, das halte ich für sinnvoll. Alles Andere ist schon in Fleisch, Gemüse & Co. enthalten und wenn man abwechslungsreich füttert, wird es Hund an nichts mangeln.
     
 
Tips und Rezepte rund ums Rohfüttern:
 

Kräuter verarbeiten:
wenn man Kräuter sammelt, sollte man nicht mehr als  max. 3 - 4 verschiedene Arten zusammen verarbeiten, denn bei zuviel verschiedenen Arten können sich die Wirkungsweisen wieder aufheben und sind somit nutzlos. (manche Fertigmixe, die man im Handel erwerben kann, bieten 20, 30 und mehr Kräuter als Inhalt. Mir erschließt sich hier der Sinn überhaupt nicht, für was so etwas gut sein soll?) Ebenso wichtig ist die Abwechslung. Keine Pflanze sollte regelmäßig oder über längere Zeit gegessen oder verfüttert werden.

 

Kräuteröle:  die frisch geernteten Kräuter werden gewaschen und sehr sorgfältig trocken getupft. Verbleibende Feuchtigkeit trübt das Öl. Bei holzigen Kräutern wie Thymian, Rosmarin und Salbei hilft ein Anquetschen, um die Aromaausbeute zu erhöhen (Holzbrett unterlegen und mit dem Fleischklopfer den unteren Teil des holzigen Stieles mit einem kräftigen Schlag zerfasern, die Blätter aneinander reiben und knicken, zwischen den Finger zerdrücken).
Die Kräuter (und ggf.Gewürze wie Chilli, Trockenpilze oder Pfeffer - in dem Fall für uns Menschen) kommen in eine saubere und trockene Flasche und werden vollständig mit dem  nativen Öl  übergossen. Die Flasche gut verschließen. An einem trockenen, dunklen Ort stehen lassen. Immer mal wieder, alle paar Tage, danach sehen und kurz aufschütteln.

Nach zwei bis drei Wochen ist das Öl aromatisiert.
Jetzt muss es abgefiltert werden, das geht gut mit einem handelsüblichen Kaffeefilter.

Das gefilterte Öl in eine schöne Flasche füllen, verschließen (ich bevorzuge hier Korkstopfen) und kühl, möglichst im Kühlschrank, aufbewahren.  Das Kräuteröl ist rund 3-4 Monate haltbar, dann sollte es verbraucht sein.

Wenn ich Öle für die Hunde ansetze verzichte ich auf alle würzenden Bestandteile wie Chilli oder Pfeffer und setze reine Kräuteröle an. Auf dem Foto oben liegt in nativem Sonnenblumenöl frisch geernteter Ananassalbei und Zitronenthymian. Wohl bekomm's!

 
Kräuter trocknen:  gesammeltes Gut ggf. waschen und trocken tupfen. An einem warmen, trockenen und nicht sonnigen Ort (z.b. Dachboden) auf einem Leintuch ausbreiten, alle paar Tage wenden und vollständig durchtrocknen lassen. (moderne Art: im Dörrautomat auf geringster Hitzestufe langsam trocknen)
Getrocknetes Kraut klein bröseln und in dunklen Gläsern mit losem Deckel oder Keramikschalen an einem dunklen Ort aufbewahren.
Keine Blechdosen, da das Gut sonst oxidiert und verdirbt. Ebenso Ton - der zieht Feuchtigkeit.

Mit krautigen Pflanzen wie z.b. Salbei kann man auch Sträusse binden und diese zum Trocknen kopfunter ane inem trockenen Ort aufhängen. Man kann dann wochenlang Blätter abzupfen und für die Zubereitung von Futter oder Speisen verwenden.
 
Kräuter eingefrieren: im Frühjahr hat man oftmals nur die Gelegenheit bestimmte Pflanzen zu sammeln, z.B. das sehr vitaminC-reiche Schabockskraut. Um es längere Zeit als Futterzusatz verwenden zu können, lohnt sich das Eingefrieren.
Ich habe für mich die Methode gewählt, das gesammelte Gut zu pürieren. Am besten mit etwas Flüssigkeit wie Fleisch- oder Gemüsebrühe oder auch Öl, sodaß ein zäher Brei entsteht. Dieser lässt sich dann z.B. für Kleinmengen in kleine Joghurtbecher oder auch Eiswürfelbehälter füllen und kann so gut etliche Wochen, gar Monate im Tiefkühler auf seinen Einsatz warten.
     
Kekse - Kekse - Kekse 
   
 
Hundekekse sind auch ohne genaues Rezept schnell und lecker herstellbar.
Da ich nie wiege, messe oder dosiere habe ich mir mit den Jahren so eine Faustregel zurecht gelegt, die auf jede Art von Keksen anwendbar ist.

Das Keksegrundgerüst besteht aus:

Vollkornmehl - Weißmehl - Haferflocken
1-2 Ei
etwas Gemüsebrühe oder Salz
Wasser oder Ziegenmilch

dazu kommen, ganz nach Lust und Laune:

etwas gewolftes Fleisch, z.B. Rind, Pansen, oder auch nur 1 Essl. Leberwurst, geriebener Käse
oder statt dessen Nüsse und Honig (für die Süssmäulchen)
oder etwas Dosenthunfisch im eigenen Saft
etwas Gemüse und/oder Kräuter (püriert)

Das Ganze wird zu einer zähen, fast trockenen Masse verarbeitet, entweder hübsch ausgestochen oder auf einem Backblech ausgestrichen und nach dem Backen mit einem Pizzaroller in kleine Stücke geschnitten.

Wenn man den Gemüseanteil höher als den Mehlanteil hält, kann man die Masse auch einfach trocknen (im Ofen oder im Dörrautomat. Dann hat man nicht nur gute Leckerchen sondern auch eine leckere Zugabe zum täglichen Futter. Die getrockneten Gemüsebrocken lassen sich auch gut zum Fleisch untermischen.
(Bitte offen und trocken aufbewahren, sonst schimmelt das schnell)
      
Datenschutzerklärung